Foto-Gestaltung: Praxismaterialien

Hier eine Präsentation und ein Erklär-Clip zu den einfachsten Gestaltungs-Tipps, die wir in Foto-Projekten einsetzen. Und ganz unten findet ihr noch ein Foto-Rätsel dazu. Viel Spaß!

Ergänzende Infos zur Präsentation:

Entfernung: Probiere aus, wo der richtige Standort ist, um dein Motiv aus einer guten Entfernung zu fotografieren. Drücke erst dann auf den Auslöser.

Schärfe/ Unschärfe: Die Tipps in der Präsentation unterstützen ein scharfes Foto. Unschärfe kann aber auch schön und gewollt sein. Experimentiere mit Unschärfe/ Schärfe: Mitziehen der Kamera bei einem bewegten Motiv. Drehe die Kamera schnell mit den Händen in Kreisform, dann bleibt die Mitte des Motivs scharf, der Rest verschwimmt.

Perspektiven: Wir sehen die Welt aus der “Normalperspektive”. Halten wir die Kamera im Stehen vor die Augen und machen ein Foto, sieht das Motiv für uns normal aus. Experimentiere mit der Frosch- und Vogelperspektive, damit die Fotos spannender wirken.

Licht: Bei Gegenlicht kann ein Blitz das Motiv von vorne oder indirekt über eine helle Wand aufhellen. Direkter Blitz wirkt häufig nicht so schön. Stattdessen kann auch etwas Helles als Reflektor genutzt werden, z.B. ein DIN A3 Blatt in Weiß oder Hellgelb. Mit Spiegelfolie und Pappe können auch kleine Reflektoren für Sachaufnahmen selbst gebastelt werden. Gegenlicht ohne Aufhellung kann aber auch als Stilmittel eingesetzt werden, da das Foto dann mystisch oder rätselhaft wirkt oder schöne Lichtreflektionen entstehen. Das Licht ist natürlich richtig wichtig beim Fotografieren. Wirf dir selbst keinen Schatten auf dein Motiv, es sei denn der Schatten ist dein Motiv 😎 

Bildformat: Wir sehen im Querformat. Warum also das Gewohnte nicht mal im Hochformat zeigen? Manches passt natürlich auch allein aufgrund der Höhe nicht so richtig ins Querformat. Kinder halten die Kamera meist im Querformat, weshalb gelegentliche Hinweise helfen, die Gewohnheit zu brechen und Abwechslung in die Fotos zu bringen.

Hintergrund: Soll eine schlichte Sachaufnahme gemacht werden, kann ein einfarbiger Hintergrund passend sein, da nichts vom Motiv ablenkt. Gegenstände oder andere Motive im Hintergrund machen das Foto dagegen dynamischer/ lebendiger. Wird draußen fotografiert, lässt sich der Hintergrund durch den eigenen Standort ändern: Strommasten, störende Äste etc. rücken aus dem Bild heraus. Die Kinder beim Fotografieren immer wieder darauf hinweisen.

Anzahl der Fotos: Mehrere Fotos von einem Motiv helfen den Kindern mit den Gestaltungsmöglichkeiten zu experimentieren und sich mit ihnen vertraut zu machen. Zu viele Fotos erschweren später jedoch die Auswahl. Es kann hilfreich sein, die Anzahl der Fotos, die gemacht werden “dürfen” zu beschränken. Ältere Kinder können zwischendurch auch schon Fotos löschen, die ihnen nicht so gut gefallen.

Die Freude am Entdecken und Fotografieren sollte im Vordergrund stehen, nicht super Fotos, die den Foto-Workshop anschließend repräsentieren.